"Wenn Du ein Land kennenlernen willst, gehe nicht zu den Ausgrabungsstätten, sondern in die Tavernen." Das habe er so oder so ähnlich einmal gelesen. Michael Höller hat den Spruch nur etwas abgewandelt und ihn zu seinem Lebensmotto gemacht: "Statt Tavernen sind es bei mir eben Stadien."[Allgemeine Zeitung / Rhein Main Presse, 1.8.2015]

Länderpunkte Bulgarien und Rumänien



Tag 1

Da Germanwings seit kurzem Sofia im Programm hat und u.a. dienstags und donnerstags die bulgarische Hauptstadt von Köln/Bonn aus ansteuert, passte mir das sehr gut für eine Länderspielreise. Schließlich galt es für mich LÄNDERPUNKT 33 zu machen. Dafür war ich bereit, 85,29 EUR für Hin- und Rückflug zu investieren. Am frühen Nachmittag in Sofia gelandet, fuhr ich mit Bus 84 vom Airport in die Innenstadt.



Dabei kam man direkt am Vassil-Levski-Stadion, dem Nationalstadion der Bulgaren, vorbei und neugierig sprang ich aus dem Bus. Ich umrundete den Ground einmal, aber nirgends ein geöffnetes Kassenhäuschen zu sehen. Am Hauptein- gang fragte ich einen Wachmann und der deutete mir auf die gegenüberliegende Straßen-seite: Blaue, stark umlagerte Buden, geil! Für 15 Lew (Löwen), also 9,37 EUR holte ich mir für das EM-Qualifikationsspiel Bulgarien – Albanien am nächsten Tag ein ticket für Sektor „A“.



27.03.07   Bulgarien – Ukraine   2:1

Im gleichen Park wie das Levski-Stadion liegt auch der Ground von ZSKA Sofia, das Stadion Bulgarska Armij. Wie auch sonst sollte ein Armeesportklub seine Spielstätte nennen? Auf dem Weg dorthin wunderte ich mich, wie viele Leute so zielgerichtet zu dem Stadion hinliefen. Und als ich dann noch die obligatorischen „Vogelfutter“-Verkäufer sah und vereinzelte Fanfaren hörte, wurde die Ahnung zur Gewissheit: Hier wird gespiel! Genial, würde doch unerwartet, ungeplant ein zweiter ground zu machen sein!

Eintrittskarten gab es nicht, auch keine Ordner... komisch! Punkt 16.30 Uhr Ortszeit war ich im Stadion und sogleich wurden Nationalhymnen abgespielt. Anzeige- tafel und Beflaggung deuteten auf ein Länderspiel zwischen Bulgarien - Ukraine hin. Ich weiß zwar immer noch nicht genau, welche Teams da gegeneinander kickten (für U21 o.ä. waren die Spieler meines Erachtens zu alt, vielleicht eine Studentenauswahl ?), aber es war definitiv ein Freundschaftsspiel.



Nach nur sage und schreibe 13 Sekunden fiel schon das 1:0 für die Gastgeber! Die ca. 700 – 1000 Zuschauer jubelten, aber sonst gab es keinen Support. Schönes Stadion: Rundum Sitzplätze bis auf einen kleinen Stehplatzblock in der Nähe der Anzeigetafel. Die Schalensitze, übelst abfärbend..., ergaben CSKA bzw. das gleiche in kyrillischer Schrift (etwa UCKA).. Kurz vor der Halbzeitpause gerieten die Spieler nach einem Foul hart aneinander und es gab fast eine Schlägerei. Den zwischenzeitlichen Ausgleich der Ukraine konnten die Bulgaren dann noch in ein 2:1 umdrehen. Sonnenschein und toller Blick auf das schneebedeckte Vitosha-Gebirge machten das Spiel zu einem wahren Genuß.



Nach dem match entdeckte ich am Stadion an einer Schautafel Fotos des Vereinsmanagements und Bambinis mit dem indischen Alu-Baron Mittal. Was macht so ein Kerl bei ZSKA Sofia? Später entzifferte ich in einer Zeitung, dass ZSKA einen Stadionneubau oder –umbau plant. Auf einer Grafik war als Vergleich die Allianz Arena darstellt.






Die zwei Nächte in Sofia verbrachte ich im „Red Star Hostel“, unweit des Vitosha Boulevards im Zentrum, für insgesamt 42 EUR. Das Hostel befand sich in einem Wohnhaus und bestand aus nur drei Zimmern (Einzel- und Mehrbett). Eine nette alte Dame sorgte für mein Wohlergehen! Positiv anzumerken die kostenlose Internetnutzung bei McDonalds!


Tag 2

 

Am nächsten Tag machte ich mich nach dem kulturellen Sightseeing auf, ein paar Grounds der Hauptstadt aufzusuchen. Zuerst das Slavia Stadion im Südwesten (Ordner ließ mich nicht rein), dann das Lokomotiv Stadion im Norden (war offen, konnte rein und Fotos machen!; ist nicht unähnlich dem alten Düsseldorfer Rhein-stadion) und zum Schluß das George-Asparoukhov-Stadion im Osten. Hier spielt Levski Sofia, derzeit bulgarischer Tabellenführer. Auch den Ground konnte ich nicht entern, aber wenigstens der Mannschaft kurz beim Training zusehen.






















28.03.07   Bulgarien – Albanien   0:0

Anschließend tuckerte ich mit dem Trolleybus durch die sofianische (?) rush-hour und kam doch noch rechtzeitig am Vassil Levski Stadion an. Der ground war weit- räumig abgeschirmt, erste Kontrollen fanden schon weit vor dem eigentlichen Einlaß statt. Endlich den richtigen Eingang gefunden und zweimal gefilzt, dann war ich kurz vor 18 Uhr Ortszeit im Block.



Trikots oder sonstige Fanklamotten sind unter Bulgaren scheinbar nicht sehr verbreitet, ebenso wenig Fahnen o.ä. Und am meisten Fanfaren-Krach machte noch der Händler (ganz in weiß, grün, rot aber mit Schalke 04-Stirnband...), der die Tuten loswerden wollte. Auf jedem Sitzplatz waren zwei Papierstücke ausgelegt: Eine Bierwerbung und (größer) eine bulgarische Fahne mit einem Spruch drauf. Beim Abspielen der Hymnen nahmen alle (bis auf die meisten der etwa 150 Albaner in ihrem Block) diese Papierflaggen hoch! Sah geil aus!




 

Das Vassil-Levski-Stadion hat eine Kapazität von gut 43 000 Zuschauern, etwa 27 000 Plätze wurden an diesem Abend besetzt. Das Spiel war nicht schlecht. Die Bulgaren (trainiert von Hristov Stoichkov) waren spielbestimmend, hatten aber kaum echte Torchancen und die Skipetaren (Trainer: Otto Baric !) waren immer wieder gefährlich. In der Pause wurden die albanischen Zuschauer von den Bulgaren aus dem Nebenblock beschimpft und provoziert, die Polizisten standen regungslos daneben. Es wurde echt saukalt und ich holte mir für etwa 40 Cent einen Kaffee.


In der zweiten Hälfte das gleiche Spiel wie in der ersten... und so blieb es bei dem gerechten 0:0. Das musste den Bulgaren wie eine Niederlage vorkommen. „Katastrophe!“ titelte denn auch eine Sportzeitung am nächsten Tag. Vereinzelnd zündeten die Bulgaren bengalische Feuer, die aber so ärmlich wirkten wie das Resultat. Dagegen feierten die albanischen Fans in ihrem Block gut ab: Trotz Temperaturen nahe dem Nullpunkt machten sich einige die Oberkörper frei (leider nur Männer) und tanzten. Die Albaner standen dicht gedrängt in der oberen Hälfte des sonst leeren Blocks, doch nach Abpfiff drängten die Jungs nach unten. Das irritierte die umstehenden Polizisten, so das es ein paar Rangeleien gab. Aus den umliegenden Blöcken flogen geöffnete, aber volle Kunststoff-Wasserflaschen auf die Rot-Schwarzen. Am Zaun jubelten die Albaner ihren Spielern zu, aber nur wenige der Kicker kamen bis auf Trikotwurfweite heran.






Friedlicher Abmarsch, Internet-Cafe, McDonalds-Kaffee und schlafen im „Roten Stern“.

Den Vormittag des nächsten Tages nutzte ich noch, zum südlich gelegenen Rakovski-Stadion von Levski-Spartak Sofia zu fahren. Der Ground fällt von den bisher in der Stadt gesehenen weit ab: Totale Bruchbude. Ursprünlich ein all-seater für 20 000 Zuschauer, sind dort jetzt etwa 70% aller Sitzplatzbänke herausgerissen, so dass sich die Kapazität deutlich absenkt. Als ich da war, sammelten sich gut 50 junge, kräftige Männer auf dem Platz. Alle in Zivil und mit Plastiktüte in der Hand. Einige kletterten wie die GSG 9 über einen Bretterwand- und Balken-Parcour. Komische Riten haben die Bulgaren.




Fazit: 48 h in Sofia brachten zwei Spiele, zwei Grounds und einen Länderpunkt. Was will man mehr? 






Die Tour mit Germanwings nach Bukarest buchte ich schon im November 2006 für insgesamt nur 41 EUR. Eigentlich sollte es freitags hin und montags zurück gehen, aber dann zogen die Flügels den Rückflug um einen Tag vor und mir ging so ein sicher möglicher Ground am Sonntag flöten. Wegen bis zuletzt widersprüchlichster Angaben verschiedener Spielplan-Quellen im Internet war dann erst wenige Tage vor Abflug für mich wirklich klar, welche Spiele ich denn überhaupt sehen würde.

Freitag, den 13. ging es los und eine kleine Serie von Pleiten, Pech und Pannen begann: Erst stand der Flieger eine gute Stunde samt Passagieren auf dem Kölner Rollfeld, weil noch eine dringende Triebwerkwartung zu erledigen war. Dann in Bukarest-Baneasa gelandet, nahm ich wie auf der site von germanwings angegeben den Bus 783 Richtung Otopeni und Zentrum. Auf den Straßen herrschte Chaos und „stop and go“-Verkehr! Der Bus hielt am Flughafen Otopeni und zuckelte weiter durch die Peripherie... um dann ca. 50 min später wieder am Flughafen Baneasa anzukommen. Nur jetzt an der Haltestelle auf Gegenseite...! Nass geschwitzt und ziemlich sauer fuhr man dann die restlichen 10 min (!!!) in die Stadt.

Für zwei Übernachtungen hatte ich mich im Hostel „Didahouse“ für je 20 EUR die Nacht eingekauft. Um mich meines Gepäcks zu entledigen, fuhr ich zunächst mit der Metro dorthin. Das Hostel lag etwas schwierig zu finden in einer typisch osteuropäischen Hochhaussiedlung. Als ich vor der Haustür stand und klingelte, öffnete je- doch niemand. Hä? Hostel gebucht und keiner da, wo gibt es denn so was? In Rumänien!!!



Mit „dickem Hals“ und Gepäck zog ich zum nächsten Taxistand. Um 17 Uhr sollte Steaua Bukarest II ein Heimspiel haben, nur den ground wusste ich nicht. Als ich das Taxi gegen 16.40 Uhr bestieg und als Ziel „Complex Sportiv Steaua“ angab, hatte ich schon nur noch geringe Hoffnungen, Steauas Reserve wirklich spielen zu sehen. Ich lernte den sympathischen Fahrer Florea Basescu kennen, der zwar nur schlecht Englisch sprach, aber mir die Fahrt durch interessante Tipps und Hinweise verkürzte. So weiß ich jetzt, wo einst Ilie Nastase Tennis spielte und Nadia Comaneci ihr Haus gebaut hat. Neben dem gigantischen Parlamentsgebäude sah ich kurz ein altes Stadion, welches 1985 unter Diktator Nicolae Ceaucescu „stillgelegt“ worden sein soll. Im Stadtplan ist die Lage des absolut unzugänglichen Grounds noch als Halbkreis zu erkennen. Zum Abschneiden der Münchner gegen den AC Mailand Tage zuvor meinte der Fahrer „Bayern Problem!“, erinnerte sich aber in melancholischer Weise an Beckenbauer, Breitner und Gerd Müller.



Zurück in die Gegenwart: Um 17.20 Uhr war ich dann endlich am Gelände von Steaua Bukarest, wo mich der Sicherheitsmann zwar zunächst zögerlich durchs Tor ließ, aber nichts von einem Spiel von Steaua II wusste. Bevor ich auch nur ein Foto schießen konnte, kamen mir zwei weitere Securities händefuchtelnd entgegen gerannt, die sich untereinander mit Handies verständigten und sich offensichtlich wegen mir anblafften. „Wer hat den (mich) hier reingelassen?“. Meine wiederholte Frage nach Steaua II beantworteten die Typen nur mit einem blöden Grinsen und dem Hinweis „Gloria Bistrita“. Dösbaddels, das die „Erste“ morgen in Bistrita spielen würde, wußte ich auch. OK, Spiel, Ground und Fotos abgehakt, Steaua gefloppt!


13.4.07     FC National Bucuresti – CS Pandurii Targu-Jiu     0:1

Mit einem Bus fuhr ich die Calea 13 Septembrie zurück Richtung Innenstadt. Um 19 Uhr fand im Stadionul Controceni das Erstligaspiel zwischen National Bucuresti (Tabellenachtzehnter) und Pandurii Targu-Jiu (Tabellenelfter) statt. Der ground liegt in unmittelbarer Nähe des Parlamentgebäudes direkt hinter dem Mariott Grand Hotel. Das Kassenhäuschen verwechselte ich zunächst mit einer Bushaltestelle. Für 10 Leu (3,33 EUR) bekam ich ein Ticket im A6-Format auf dickem Karton, Datum und Begegnung fein säuberlich handschriftlich eingetragen.



Am Eingang wurde ich gründlichst durchsucht, aber dann war der Weg frei zu ground Nr. 300 und dem 34. Länderpunkt! Halb verdurstet und verhungert musste ich ernüchtert feststellen, dass es kein Catering gab. Das war bitter! Programme oder sonst was gab es genauso wenig.


Im Stadionul fanden sich an diesem Abend 700 Besucher ein, das TV übertrug (wie alle Spiele der 1. Liga) live! Etwa 10 Typen feuerten stehend National an, die Gäste aus Targu-Jiu waren mit etwa 80 Leuten etwas zahlreicher gekommen und hatten sogar ein paar Fahnen mitgebracht. Insgesamt war die Stimmung eher flau. National spielte ziemlich dilettantisch, aber auch Pandurii schaffte es, aus einem halben Meter Entfernung übers Tor zu schießen. Letztendlich reichte den Gästen ein verwandelter Elfmeter zum Sieg.



Die Boulevards und Plätze in Bukarest sind echt mörderisch. Allein um den Pieta Unirii zu umrunden bedarf es fast eines Halbmarathons. Dort nahm ich mein Abend- essen ein und fuhr dann wieder zum „Didahouse“ raus. Ein Segen, dass ich dort schon bei Tageslicht gewesen bin, denn jetzt in der Dunkelheit hätte ich das nie, niemals finden können. Und dennoch verlaufen...



Als ich die Treppe bis zur 5. Etage hochkroch, stand eine kopfschüttelnde Mrs. Buxbaum in der Tür. „You have not booked“. Mir schwante übles… Aber wenigstens wurde ich ins Wohnzimmer der älteren Dame gebeten und bekam eine Pepsi serviert. Meine Buchung übers Internet hatte Mrs. Buxbaum nicht bekommen, das Gastzimmer war vergeben aber ich könne auf der Couch schlafen. Es war inzwischen 22 Uhr Ortszeit, ich verschwitzt, müde und hatte keine Lust, noch in der Nacht auf Hotelsuche zu gehen. Dann kam Mrs. Buxbaum auf die Idee, bei einer Freundin anzurufen, die auch ein Zimmer hat. Doch die Freundin war unterwegs und meldete sich erst eine Stunde später.

Dann ging doch alles klar, ich fuhr wieder zur Pieta Unirii (zentraler Platz der Stadt) zurück und erreichte bald die Wohnung der Freundin. Freundliche Frau, nette Wohnung. Ich bekam offensichtlich das Zimmer ihrer Tochter. In einem Teenie-Bett mit Blick auf Poster von Puff Daddy, Britney Spears, den Backstreet Boys und Eminem schlief ich ein...



 

Tag 2

Nach einer miserabel geschlafenen Nacht klopfte gegen 8 Uhr meine Wirtin an die Tür und servierte mir Frühstück. Auf der Suche nach Postkarten und Briefmarken fuhr ich zum Gara de Nord, anschließend eine Metrostation weiter nach „Crangasi“.





14.04.07     Sportul Studentesc Bucuresti – FC Snagov     4:1

Nach kurzem Fußmarsch erreichte ich das Stadionul Regie. Das Heimspiel des Zweitligisten Sportul Studentesc begann zu einer recht ungewöhnlichen Zeit: samstags, 11 Uhr vormittags. Kein Eintritt (aber natürlich auch kein Ticket, schnief!), aber wieder gründlichste Taschenkontrolle. Etwa 250 Zuschauer versammelten sich in dem netten Ground mit seiner kleinen überdachten Tribüne. Stimmung in der Mittagshitze aber Fehlanzeige. In der begehbaren Anzeigetafel saß ein Opa und sorgte für die aktuelle Spielstandanzeige. Durch eine kleine Luke konnte er das Spielgeschehen verfolgen und hatte diesmal relativ viel zu tun..



Ich schlief zwischendurch fast immer wieder ein. Studentesc war die klar bessere Mannschaft und führte zur Pause mit 1:0. Die Partie gegen Snagov wurde verbissen geführt, immer wieder gab es üble Fouls. Nach dem 2:0 flog der Torschütze vom Platz, aber trotz Unterzahl lege Studentesc noch zwei Treffer zum 4:0 nach. Der Ehrentreffer für Snagov kurz vor Abpfiff.






Den Rest des Tages nutze ich zur Inspektion anderer Stadien der Stadt. Das Stadionul Valentin Stanescu (Giulesti) von Rapid Bucuresti liegt in unmittelbarer Nähe des Studentesc-Grounds. Die Arena war verrammelt, aber der Fan-Shop hatte auf. Als der Wachmann mitbekam, dass ich Ausländer bin, fragte er mich stolz, ob ich nicht ins Stadion gehen wolle, um Fotos zu machen. He he, nichts lieber als das! Nette Arena! Beim Rausgehen machte mir der Mann noch klar, was er von Steaua hielt, in dem er grimmig seine Faust in seine offene Hand schlug...




Am Stadionul Stefan cel Mare, heißt genau wie die Metrostation. Da aber weder Wachpersonal noch verschlossene Türen. Alles auf... hereinspaziert! Leicht marode, aber OK. Teilweise hingen noch Transparente aus Papier an den Zäunen.




Das Nationalstadion Lia Manoliu liegt mitten in einem großen Park. Auch hier alle Tore zu! Weil lauffaul geworden, wollte ich schon nach einer ¼-Stadionumrundung zur Straßenbahn zurück, als ich oberhalb des Ringwalls jemanden gehen sehe. Nach einer weiteren ¼-Umrundung gelange ich zum Marathontor... auf! He, geil! Schnell rein, dann ein überraschender Anblick: Etwa 200 junge Leute und Familien, mit Wischmops, Besen und Tüchern bewaffnet, reinigen das Stadion. Sogar die Sitzschalen werden nass gewischt. Vorbildliche Beschäftigung! Unmengen Überreste dieses ekligen Vogelfutters wurden zusammengekehrt, bääh! Jedenfalls war der Ground voll zugänglich und ich konnte in Ruhe Fotos machen.














Tag 3

Den Sonntag nutzte ich noch für Sightseeing. Hatte zwar eine unschöne Begegnung mit ein bzw. zwei Betrügern, hab aber noch rechtzeitig die Kurve gekriegt.








Am Flughafen Bukarest-Baneasa traf ich auf den sehr sympathischen Schauspieler Joachim Król, quatschte kurz mit ihm und bekam ein Autogramm. Auf der Rückfahrt vom Kölner Flughafen saß Henning Krautmacher von den "Höhnern" neben mir. Von dem wollte ich aber kein Autogramm...

Fazit von 48 h in Bukarest: Zwei Grounds und zwei Spiele, ohne das annähernd ein Knaller dabei war. Interessante Stadt, aber dennoch nicht ganz ungefährlich.